Vermischte Meldungen

Um die Zeit bis zur Abstimmung über die Volksinitiative „für den Schutz vor Waffengewalt“ in ein bis zwei Jahren zu verkürzen, sollen hier einige Beobachtungen und Zeitungsmeldungen kommentiert werden.

  • Vergangenen Samstag (18.04.2009) gab ein Mann auf einem Parkplatz in Egg ZH mit seinem Sturmgewehr einen Schuss in die Luft ab. Dies nachdem er sich mit einer Frau und deren Bruder gestritten hatte. Ob es sich dabei um eine Ordonnanzwaffe der Schweizer Armee handelt, wollte die Kantonspolizei Zürich in ihrer Medienmitteilung nicht bekannt geben. Auskunft erhält man eventuell beim Mediendienst der Kantonspolizei unter 044 247 36 36.
  • Eine Woche zuvor konnte man der Schweizer Presse vernehmen, dass die Armee rund 100 Armeeangehörigen die persönliche Waffe vorsorglich abgenommen hat (SonntagsZeitung, 12.04.2009, S. 3). Armeesprecher Christoph Brunner äusserte sich dazu folgendermassen: Die Armee ist bei diesen Angehörigen zur Ansicht gelangt, dass ein möglicher Missbrauch der persönlichen Waffe nicht auszuschliessen ist. Damit reagiert der Führungsstab der Schweizer Streitkräfte auf den politischen Druck, der u.a. auf die Volksinitiative „für den Schutz vor Waffengewalt“ zurück zu führen ist. Diese vorsorgliche Abnahme der persönlichen Waffe wurde auch von Giacobbo/Müller aufgegriffen (siehe Sendung vom 19.04.2009, Minuten 4:40 bis 7:00)
  • Die ehemalige Präsidentin des Schweizer Schiesssportverbandes (SSV) Rita Fuhrer hinterliess im Interview mit der Südostschweiz einen nicht gerade kompetenten Eindruck. So antwortete die ehemalige Sicherheitsdirektorin des Kantons Zürichs auf die Frage nach der militärischen Notwendigkeit der Waffe im Schrank, dass sie dies nicht beurteilen könne. Hingegen sieht sich Rita Fuhrer (SVP) kompetent genug, den Tötungsdelikt vom Hönggerberg folgendermassen zu kommentieren: „als ob man die Tat hätte verhindern können, wenn man der Armee die Waffen wegnimmt“ (Südostschweiz Graubünden, 15.03.2009, S. 13).
  • Ob ich mein „Obligatorisches“ dieses Jahr trotz konfisziertem Sturmgewehr (unsere Armeewaffen lagern immer noch im Zürcher Zeughaus) schiessen muss, weiss ich nicht. Auf eine Antwort auf mein Nachfragen warte ich seit Ende März 2009. Noch länger warten wir „Waffendeponierer“ auf den Entscheid bezüglich unseres Rekurses vom 22.04.2008. Höchstwahrscheinlich werden wir bis zum Ausgang der Volksabstimmung „für den Schutz vor Waffengewalt“ (im Jahr 2010 oder 2011) waffenlos bleiben ;-)

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