Francescas Eltern kritisieren Waffenabgabepraxis der Schweizer Armee scharf

Einen Tag vor der morgigen Gerichtsverhandlung im Tötungsdelikt Hönggerberg melden sich die Eltern der durch eine Armeewaffe getöteten Francesca zu Wort. Im Gespräch mit dem Tagesanzeiger prangern sie die Schweizer Armee an und werfen ihr vor, am Tod ihrer Tochter mitverantwortlich zu sein:
„Francesca wurde mit einer Armeewaffe und mit Armeemunition getötet: Ihr Tod ist eine [...]

„Beobachter“ plädiert für eine Abrüstung

Der „Beobachter“ spricht sich dezidiert dafür aus, dass Schusswaffen endlich aus den Haushalten verschwinden. Der stellvertretende Chefredakteur Matthias Pflume hält fest, dass „Waffen im Besitz von Privaten [...] nicht etwa mehr, sondern weniger Sicherheit [bewirken]“ (Beobachter, 10/09).
Die einzelnen Artikel lauten:

Zeit zum Abrüsten
Fast täglich ein Zwischenfall
«Privater Waffenbesitz hat sich überlebt»

Antwort der Armee

Nach all dem Medienrummel der letzten Zeit, waren wir „Ungehorsamen“ natürlich gespannt auf die Reaktion der stolzen Schweizer Armee. Diese lautete wie folgt:
„Wir ersuchen Sie [...], Ihre Dienstwaffe innert 30 Tagen [...] abzuholen. … Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen [...] schriftlich Rekurs erhoben werden.“
(PDF mit ganzem Wortlaut)

Wie die Geschichte wohl weiter geht?

Durchführung der Aktion am 18.03.2008

Plötzlich war alles soweit: Die Waffendeponierung im Zeughaus Zürich stand vor der Tür. Es war der  18.03.2008 um 11:00 Uhr.
Frischen Mutes marschierten wir (fünf Angehörige der Schweizer Armee) durch die Türe des Zürcher Zeughauses, vorbei am Empfang, direkt zum Tresen der Waffenretablierung. Dass dieser laut Armeegesetz nur bei häufigem Wohnungswechsel, Wohnort im grenznahen Ausland oder Auslandaufenthalt zur [...]